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LKH Bad Radkersburg

01.02.2017 Lebenswichtig für unsere Region!

Eine kleine Gruppe von interessierten Bürgern traf sich am 1.2. mit Herrn LR Mag. Christopher Drexler im Café Roswitha in Mureck, um die Situation um das LKH Bad Radkersburg und die Wichtigkeit des Standortes für die Zukunft der gesamten Region zu erörtern.

V.l.: Schuster, Pock, LR Drexler, Kern, Mikl, Klein

Herr LR Drexler informierte über landesweite Überlegungen und den derzeitigen Zusammenschluss des LKH Bad Radkersburg mit dem LKH Wagna zum neuen LKH SÜDSteiermark.

Eine Standortgarantie für die Abteilungen Orthopädie und Innere Medizin gäbe es nach derzeitigem Plan bis zum Jahre 2025.

Uns interessiert jedoch auch die Situation ab 2025 und darüber hinaus, also die langfristige, vollwertige Absicherung der auf hohem Niveau arbeitenden Institution LKH BAD RADKERSBURG.

Das LKH ist der bedeutendste Arbeitgeber am Gesundheitsstandort in der Region. Viele nachgelagerte Unternehmen existieren im Wesentlichen aufgrund des LKH. Auch der so wichtige Rettungsbetrieb gehört dazu.

Im LKH arbeiten zum überwiegenden Teil Frauen, die auch ihren Hausstand in der Region gegründet haben. Gäbe es das vollwertige LKH nicht mehr, wären weitreichende, strukturelle Einschnitte für unsere ohnehin schwer benachteiligte Region Radkersburg unausweichlich.

Angesprochen wurden auch Detailthemen, wie z.B. die qualitativ hochwertige Küche. Ob aber z.B. ausschließlich regionales AMA-zertifiziertes Fleisch verwendet wird, konnte der LR nicht sagen. Er wird sich des Themas aber annehmen.

Die Krankenpfleger/innen-Schule am Standort Bad Radkersburg war ein weiteres, auch aufgrund demographischer Überlegungen, wichtiges Thema. Unsere Schule vor Ort ist neben den FH-Standorten in der Steiermark eine wichtige Institution.

Aus Bad Radkersburg ebenfalls einen FH-Standort zu machen, um die Pflegeausbildung weiter zu vertiefen, ist laut LR Drexler derzeit nicht möglich, weil der Bereich „Gesundheit“ bereits durch die FH Bad Gleichenberg abgedeckt ist.

Der Verweis auf das neue Arbeitspapier der Bundesregierung, das alle Minister unterschrieben haben und wonach besonders die ländlichen Randregionen gefördert werden sollen, durfte in diesem Zusammenhang nicht ausbleiben.

In Bad Radkersburg, mit knapp 600.000 Nächtigungen und einem bedeutenden Kur- und REHA-Angebot, nimmt sowohl die orthopädische als auch die medizinische Abteilung eine Schlüsselposition ein. Warum man diese 2 Gesundheitsfelder nicht zusätzlich mit dem absoluten Bedarfsfeld Rheuma (= Volkskrankheit) verknüpft und sinnvoll ergänzt, konnte im Gespräch nicht geklärt werden.

Herr LR Mag. DRexler hat zugesagt, mit dieser Interessensgruppe in Verbindung zu bleiben und ausständige Informationen nachzureichen. Die Arbeiten zur strategischen Festlegung im Gesundheitsbereich befinden sich derzeit im finalen Stadium. Anfang März soll es erste Resultate geben.

Wir danken ihm für das atmosphärisch sehr gute und sachlich orientierte Gespräch.

Stadtrat Manfred Mikl, Wilfried Robin

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