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Sparpaket Gesundheit …

29.06.2017 … auf dem Rücken von wehrlosen alten Menschen

Als Betroffene, die seit nunmehr viereinhalb Jahren Angehörige im LPZ (Anm.: Landespflegezentrum) Bad Radkersburg besucht, wundere ich mich, wie man eine äußerst gute Idee im Keim ersticken kann.

2013 wurde von der KAGES im eigenen Altersheim in Bad Radkersburg ein Internistischer Konsiliardienst eingerichtet.

Das bedeutet, dass fachkundige Ärzte zu den Bewohnern des LPZ direkt an deren Bett kommen und diese im Heim selbst untersucht werden. Gegebenenfalls werden Maßnahmen eingeleitet, die das Pflegepersonal vor Ort unverzüglich vornehmen kann.

In Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten konnten in kurzer Zeit nachhaltige Erfolge erzielt werden, die einerseits den alten Menschen medizinische Sicherheit gaben und andererseits das Personal des LPZ beruhigt arbeiten ließen.

Zudem wurden Kostenreduktionen bei Rettungsfahrten und eine Verminderung von ambulanten sowie stationären Versorgungen am LKH erzielt.

Es profitierten daher Hausbewohner, Pflegepersonal und das gesamte Gesundheitssystem.

Leider wurde dieser positive Versuch mit 30. Juli 2017 eingestellt.

Eine Begründung konnte ich bis heute nicht hinterfragen.

 

Konkret bedeutet das, dass in Zukunft wieder mehr Heimbewohner ins LKH gebracht werden müssen, was für Senioren durch die Veränderung ihrer gewohnten Umgebung eine massive Stresssituation bedeutet.

Mit der Einstellung dieses so erfolgreichen Konsiliardienstes, der für alle Betroffenen nur Vorteile brachte und eher noch ausgebaut werden sollte, macht man bedauerlicher Weise wieder einen Rückschritt.

Welche zusätzlichen Auswirkungen dies jetzt auf die geplante Spitalsbettenreduktion mit sich bringen wird, wird man bald sehen.

Sissi Busetto

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