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40 Jahre Quelle - unser heißes Gold!

23.01.2018 Thermalwassererschließung am 23.01.1978

Die Thermalwassererschließung war für viele von uns ein wohl einzigartiges Lebensereignis mit besonderen Erinnerungen. So auch für mich als damaliger Volksschüler.

Als Kind war ich oft „hinter der Stadt“ beim riesigen Bohrturm. Ich spürte, dass da gerade etwas Unbeschreibliches, vielleicht Überdimensionales passierte, das die Menschen erstaunte, aber viel mehr noch tief bewegte und berührte. Container, Leitungen und viele z.T. rostige Eisenteile, sowie laute Maschinengeräusche habe ich als bleibenden Eindruck mitgenommen.

Lebensereignis

Dann, genau am 23. Jänner 1978, zischte die 76 Grad heiße Quelle mit gewaltiger Urkraft in den Radkersburger Winterhimmel, nachdem man mehr als 4 Monate lang ca. 1930 m Richtung Erdmittelpunkt gebohrt hatte.

Foto: Stadtgemeinde Bad Radkersburg

Die Stadt geriet in Aufregung.

Die Neugierde war riesengroß.

Jeder wusste etwas zu erzählen.

Von den nachfolgenden Tagen habe ich folgendes als Lebensereignis mitgenommen:
Eine Unmenge von neugierigen und erstaunten RadkersburgerInnen stand um diese dampfende Eisenwanne mit dem trüben Wasser herum, in der heitere ältere Herren ausgelassen badeten. Unter ihnen waren Bürgermeister Alfred Merlini, Dr. Franz Gmeindl und ein gewisser Herr Stradner, der dort „die Show abzog“. Viele Gemeinderäte und der Radkersburger Franz Wegart waren ebenfalls vor Ort.

In den Folgetagen bildete sich ein riesiger, dampfender, ja fast mystisch anmutender See auf dem Grundstück „hinter der Stadt“. Für mich waren die in diesem Winter blühenden Kastanienbäume am Ufer des Sees neben dem riesigen Bohrturm absolut beeindruckend.

Manfred Mikl

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